Aufschwung lässt die Preise für Rohstoffe steigen
Auch bei BIKAR-METALLE muss man sich auf die Engpässe
bei den Zulieferern einstellen
Berghausen. Die Wirtschaftskrise ist beendet. Das spürt man auf den Rohstoffmärkten der Welt. Der stark ansteigende Bedarf führt unweigerlich zur Materialverknappung. Die Folge: lange Lieferzeiten und steigende Preise.
Auch das Unternehmen BIKAR-METALLE aus Bad Berleburg/Berghausen spürt diese Auswirkungen unmittelbar. "Die Hersteller haben ihre Kapazitäten in der Krisenzeit heruntergefahren. Einige Hüttenwerke wurden sogar unwiderruflich geschlossen, da in der schlechten Zeit die täglichen Kosten nicht mehr tragbar waren.
Voll ausgelastet
Durch den fast unerwartet hohen Aufschwung sind die Werke nun voll ausgelastet", weiß Pascal Bikar. Obwohl man versucht, die Produktionsmengen in Walz- und Presswerken aufzustocken, bestehen Probleme bei der Rohmaterialbeschaffung.
"Damals mussten wir mit Produktionszeiten von ca. vier bis sechs Wochen rechnen. Heute liegen wir für Aluminiumprodukte bei vier bis fünf Monaten." Tendenz steigend. "Der Kunde kennt unsere Leistungsstärke und erwartet, dass er innerhalb von zwei bis drei Arbeitstagen die bestellte Ware auf seinem Hof stehen hat", so Pascal Bikar. "Doch wir versuchen, die Verarbeiter auf die derzeitige Lage hin zu sensibilisieren." Die Lagervorratsmengen können frühzeitig anhand von Umschlagsstatistiken berechnete werden, so dass BIKAR-METALLE nicht von Engpässen im Markt betroffen ist.
Doch nicht nur die Lieferzeiten steigen, auch die Preise ziehen mit dem Markt an. Und das stellt Probleme für einige Maschinen- und Anlagenhersteller dar. Kalkuliert wird mit einem bestimmten Angebot. Doch die Preisgarantie kann kein Rohstofflieferant gewähren. "Ein Beispiel: war die Kupfernotierung am 26.02.2009 noch bei ca. 2618 Euro je 1000 kg rohes Kupfer, liegt sie heute bei ca. 5990 Euro für die gleiche Menge", so Aleksandar Bikar.
Rekordjahr
Um nicht von einem Zulieferer abhängig zu sein, arbeitet BIKAR-METALLE schon seit Jahren mit namhaften Herstellern zusammen. Der konjunkturelle Aufschwung bescherte dem seit 48 Jahren bestehenden Unternehmen das beste Jahr. "2010 ist unglaublich und sicher von keinem so erwartet worden. Wir gehen davon aus, dass auch weiterhin eine hohe Nachfrage bestehen bleibt. Selbst wenn sie im zweiten Quartal 2011 etwas zurück gehen sollte, sind die Produzenten immer noch damit beschäftigt, die Läger ihrer Kunden wieder aufzufüllen. Wir hoffen, dass sich bis Mitte nächsten Jahres die Situation mit den langen Lieferzeiten etwas entspannen wird", so Pascal Bikar.
Von Lena Siegel
Quellennachweis
Das Text- und Bildmaterial wurde uns freundlicherweise von der Westfalenpost (WP) zur Verfügung gestellt.
WP-Foto: BIKAR-METALLE
Westfalenpost (WP)
WP-Ausgabe vom 21. Oktober 2010
Internet www.derwesten.de/nachrichten/wp.html

